Durch die Digitalisierung sind die Soft Skills der Frau gefragter denn je.

Wie Sie als Frau als Gewinnerin aus dem digitalen Wandel hervorgehen

Ein Innovations-Lab oder zumindest eine digitale Unit – darauf können grosse Konzerne heute kaum noch verzichten. Die Startup-Branche boomt – auch hier in der Schweiz steigt die Zahl der Investitionen in innovative Firmen an und die Arbeits- und Unternehmenskulturen der Firmen ändern sich grundlegend. Die Ursache: die Digitalisierung. Viele sehen in ihr eine Gefahr – etwa, weil sie in den kommenden Jahren immer mehr Maschinen hervorbringt, die menschliche Arbeit obsolet machen könnten. Doch gerade für Frauen birgt die Digitale Transformation mögliche positive Veränderungen. Die Chancen stehen gut.

Doch zunächst müssen wir Ihr Mindset dafür vorbereiten! Denn noch nutzen viel zu wenige Frauen die Chancen, die sich durch die Veränderungen des Arbeitsmarktes für sie bieten. Ein Blick auf die Startup-Branche in der Schweiz macht das deutlich: Eigentlich geht es der Szene bestens. Die Gelder fliessen und die öffentliche Aufmerksamkeit für die jungen Zukunftsfirmen wächst. Doch eine Gruppe spielt hier noch nicht mit: Frauen. Besonders in den Boom-Branchen ist das weibliche Geschlecht wenig vertreten, nur jedes zehnte Startup wird von einer Frau gegründet.

Bei den Top 50 Startups der Schweiz sind Frauen nur zu neun Prozent als Gründerinnen vertreten.

Digitale Transformation: Ihre Voraussetzungen könnten nicht besser sein!
Die Startup-Branche ist nur ein Beispiel dafür, dass Frauen hierzulande noch viel zu wenig wissen, wie sie den digitalen Wandel der Arbeitswelt für sich nutzen können. Hier finden Sie die wichtigsten Argumente im Überblick, die hoffentlich auch Sie davon überzeugen, einen Nutzen aus der Digitalen Transformation zu ziehen.

Frauen sind weniger bedroht: Wie bereits erwähnt, sehen viele die Digitalisierung auch kritisch oder als Gefahr. Und das nicht ohne Grund. Immerhin könnten schon bald Berufsprofile hinfällig sein, weil es dank der Digitalisierung Maschinen gibt, die diese Arbeit schneller und präziser erledigen können. Allerdings sind hier Frauenberufe deutlich weniger bedroht als eher typisch männliche Jobs. Der Grund liegt auf der Hand: Soziale Berufe oder auch der Gesundheitsbereich werden häufig nach wie vor von Frauen dominiert. Ein Maschinen-Ersatz ist hier unwahrscheinlich. Anders sieht es beispielsweise in der Fertigungsindustrie aus, in der die Konkurrenz durch Roboter steigt.

Neue Möglichkeiten dank flexibler Arbeitsmodelle: Der Ruf nach flexiblem Arbeiten ist ein typisches Merkmal der Digital Natives oder auch Generation Y. Doch gerade Frauen profitieren davon.

Die Digitalisierung macht flexibles Arbeiten so einfach wie noch nie.

Junge Mütter können so verhindern, zu lange auszufallen und haben neue Chancen, ihre Karriere trotz Familienplanung voranzutreiben und flexibel wieder einzusteigen.

Angleichung des Gendergaps: Wie bereits oben erwähnt, sind nur neun Prozent der insgesamt 108 Gründer der 50 besten Startups in der Schweiz Frauen. Bei den Top 100 Unternehmen in der Schweiz machen Frauen in Aufsichtsräten einen kleinen Anteil von 16 Prozent aus. Es wird deutlich: Männer regieren nach wie vor den Markt. Doch das könnte sich dank der Digitalisierung ändern. Die Hoffnung besteht, dass die Digitalisierung die alten Strukturen des Arbeitsmarktes aufbricht und den Weg für mehr Frauen in Führungspositionen ebnet. Mit dem digitalen Wandel geht bei vielen Unternehmen auch ein Kulturwandel einher, der nicht zuletzt zu bedeuten hat, dass das Bewusstsein für Frauen in Führungspositionen steigt.

Weibliche Skills einsetzen: Auch, wenn sie beim Gendergap für eine Gleichstellung kämpfen, heisst das nicht, dass sie sich nicht ihrer weiblichen Stärken bewusst sein und diese einsetzen sollten. Die Digitalisierung macht es ihnen leicht. Denn sie ermöglicht ihnen nicht nur, flexibler zu arbeiten, sondern die Soft Skills von Frauen sind gefragt:

Soziale und kommunikative Kompetenz, Empathie und Teamfähigkeit sind das Karrieresprungbrett in der Digitalen Transformation.

Diese Fähigkeiten müssen Top-Talente in Unternehmen mitbringen: Neben IT-Kenntnissen sind soziale Kompetenzen heute höher im Kurs denn je. Gut für uns Frauen!

Ihre To-Do’s, um die Digitale Transformation zu nutzen!
Sie haben die obenstehenden Fakten gelesen: Frauen können als Gewinnerinnen aus der Digitalen Transformation herausgehen. Und wie so häufig im Leben haben Sie dieses Glück zu weiten Teilen selbst in der Hand. Das sind die wichtigsten To-Do’s für Sie:

1. Arbeiten Sie an Ihrem Mindset! Versuchen Sie bewusst, sich in technischen Bereichen weiterzubilden und diese nicht den Männern zu überlassen. Stärken Sie Ihre Stärken als Frau und sorgen Sie dafür, dass „typische“ Schwächen keine bleiben. Wenn Sie den Gendergap schliessen wollen, müssen Sie bei sich selbst anfangen und bei sich im Kopf einen Schalter umlegen.

2. Setzen Sie auf Netzwerke: Kommunikation liegt uns Frauen doch ohnehin und dank der Digitalisierung ist Kontaktpflege einfacher denn je – zum Beispiel über Netzwerk-Gruppen in sozialen Medien. Legen Sie Wert darauf, mit wichtigen Geschäftspartnern im Gespräch zu bleiben und versuchen Sie up-to-date über die wichtigsten Veranstaltungen in Ihrer Branche zu sein. Hier können Sie wichtige Kontakte knüpfen. Denn auch in diesem Bereich sind die Männer bislang wesentlich besser aufgestellt. Sie sind die besseren Networker und dadurch fällt die Wahl häufig wieder auf einen Mann, wenn eine Stelle neu besetzt werden soll oder ein wichtiger Posten im Unternehmen bekleidet wird.

Merken Sie sich: Karriere macht diejenige, die sich dort aufhält, wo Karriereentscheidungen fallen.

Events- und Netzwerkveranstaltungen sind hier das A und O.

3. Branden Sie sich als Expertin: Das machen Männer nicht anders – und es ist kein Hexenwerk. Suchen Sie sich Konferenzen oder Panels, in denen Sie Ihr Wissen als Expertin vermitteln können. So branden Sie sich selbst als Expertin und steigern Ihren Marktwert.

4. Weiterbildung und Coaching: Man lernt nie aus! Das gilt besonders heutzutage. Durch die Digitale Transformation finden ständige Veränderungen statt. Nur, wer am Ball bleibt und die Trends nicht nur versteht, sondern bedienen kann, macht ein Unternehmen wettbewerbsfähig. Finden Sie also heraus, wo Ihre möglichen Schwachpunkte liegen und machen Sie Stärken daraus!

5. Mentoring: Eine sehr häufige Antwort auf die Frage, warum mehr Männer als Frauen Karriere machen, ist: „Es fehlt an Vorbildern“. Das können Sie so hinnehmen. Sie können sich aber auch einfach eine Mentorin suchen! Doch wo finden Sie die? Zum Beispiel auf den Events und Veranstaltungen Ihrer Branche, an denen Sie vermehrt teilnehmen „wollen“. Oder Sie nutzen moderne Coaching-Programme, wie die „Female Future Force“ des digitalen Frauenmagazins EDITION F aus Berlin. Mit ihrem „digitalen Zuhause für Frauen“ gelten die beiden Gründerinnen Susann Hoffmann und Nora-Vanessa Wohlert ohnehin als Vorbilder der Digitalbranche. In ihrem 52-wöchigen Coaching-Programm referieren Experten per Video, Podcast oder Interviews zu verschiedensten Themen wie Leadership, Storytelling und Artificial Intelligence.

Rubrik

gesagt

Ausgabe

Digital und Generation

Fazit

Sie haben als Frau die besten Voraussetzungen, den digitalen Wandel zu Ihrem grossen Gewinn zu machen. Seien Sie sich dieser Chance bewusst und arbeiten Sie daran, sie voll und ganz zu nutzen.

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