Digital Leader: Was braucht man dazu?

Die Digitalisierung verlangt nach einer neuen Definition des Begriffs Führung. Sie hat die Arbeitswelt sowie die Erwartungen der Mitarbeitenden an die heutigen Führungskräfte enorm verändert. Bei der neuen Führungslogik im digitalen Zeitalter liegt der Fokus nicht mehr auf der Führungsperson selber und den verschiedenen Hierarchiestufen, sondern auf dem gesamten Netzwerk, in welchem die Führungspersonen tätig sind.

Die Hauptaufgabe der modernen Führungskraft ist es, durch vernetzen, verbinden und kommunizieren das eigene Netzwerk konstant mit Wissen zu versorgen, und es dadurch zu entfalten und weiterzuentwickeln.

Der Radius der Führung nimmt dadurch zwar zu – der direkte Einfluss der Führungsperson nimmt gegensätzlich aber ab. Gleichzeitig verteilt man die Erfolgschancen auf mehrere Stützpfeiler, da eine Gemeinschaft die Verantwortung für den Erfolg (und auch Misserfolg) trägt.

Auf dem Weg zum “Digital Leader” stehen uns aber zahlreiche Kopfbilder und Vorstellungen im Weg. Hindernisse sind:

  • Der zuweilen tief verankerte Glaube, dass eine grosse Unternehmung die Übersicht und Kontrolle über alles behalten kann.
  • Die Konzentration der Macht, wobei oft übersehen wird, dass die auf Respekt beruhende Autorität im digitalen Zeitalter aus Charisma und Kompetenz entsteht und nicht mehr aus der festgesetzten Hierarchie resultiert.
  • Die fehlende Transparenz: Ohne Wissensmanagement fehlt den Mitarbeitenden das Vertrauen in die Vorgesetzten. Dies ist besonders bei der jüngeren Generation der Fall.
  • Die Vorstellung, dass man in einer hierarchischen Stufe zu stehen braucht, um den entsprechenden Respekt zu erhalten.

Diese Hürden spiegeln sich in der antiquierten Vorstellung, dass eine Führungsperson das Personal vorwärtstreiben muss. In der heutigen Arbeitswelt mit konstantem Wandel und verflachten Hierarchien braucht es aber Führungskräfte, die ihren Anspruchsgruppen zuhören, Informationen verdichten sowie die Entwicklung von Ideen fördern. Die sogenannten SMAC-Kompetenzen sind die Basismodule der Führung im digitalen Zeitalter.

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Führung & Digital

SMAC

  1. Social: Soziale Kompetenzen
  2. Mobile: Digitale Affinität
  3. Analytical: Analytisches Denken
  4. Creative: Kreativität

Personen, die diese Fähigkeiten beherrschen, können die heutige Informationsflut gut bewältigen und haben auch das nötige technologische Wissen, um digitale Plattformen in die Führungsaufgaben einzubinden. Sie haben rundum die besten Voraussetzungen und das nötige Rüstzeug, zu einem “Digital Leader” zu werden.

1 Comment

  1. Petra Bachmann sagt:

    Sehr spannender Artikel. Tendenz in Zukunft deutet darauf hin, dass Führung im altmodischen Sinne überflüssig wird. Transparenz und Vertrauen ist immer wichtiger.

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