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„Unser Ziel ist es, Arbeitskräfte einzustellen, welche die demografische Struktur der Gemeinden widerspiegeln, in denen wir tätig sind“, so Gerda Schwindt. Glencore versuche daher, hauptsächlich Leute aus der Region zu beschäftigen.

Gerda Schwindt, Leiterin Human Resources bei Glencore.

Diversity im Rohstoffsektor

Vielfalt am Arbeitsplatz bedeutet eine Vielfalt des Denkens und die Entwicklung neuer Ideen und Arbeitsweisen. Grossunternehmen wie Glencore haben verstanden, dass eine vielfältige Belegschaft das Unternehmen weiterbringt und setzen daher aktiv auf die Förderung von „Diversity“.

146’000 Mitarbeitende in über 50 Ländern
„146’000 Mitarbeitende, 150 Standorte in über 50 Ländern.“ Das sind die Zahlen, die Glencore auf seiner Webseite nennt. Allein an seinem Hauptsitz in Baar, im Kanton Zug, vereint der Schweizer Rohstoffkonzern über 50 Nationen – und dies obwohl ein grosser Teil der Mitarbeitenden Schweizerinnen und Schweizer sind.

Glencore ist in der Produktion und Vermarktung von Rohstoffen wie Metallen und Öl tätig. Das Leistungsspektrum des Unternehmens umfasst die Förderung von Rohstoffen, deren Veredelung, deren Transport, Lagerung bis hin zum Verkauf. Entsprechend vielfältig sind auch die Berufsprofile der Mitarbeitenden: Bergbauarbeiter, Maschineningenieure, Logistiker, Fahrer, IT-Spezialisten und Trader, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Frauen im Bergbau?
Soweit, so gut. Wie sieht es aber mit dem Geschlechterverhältnis aus? Schliesslich gilt der Rohstoffsektor gemeinhin als Männerdomäne. „Es stimmt, dass das Geschlechterverhältnis insgesamt noch nicht ganz ausgeglichen ist. An unserem Hauptsitz in der Schweiz liegt der Frauenanteil bei etwa 40 Prozent“, so Gerda Schwindt, Human Resource Managerin von Glencore. „Über die Gruppe liegt der Frauenanteil bei Glencore zurzeit bei etwas über
14 Prozent. Im Marketing sind es rund
40 Prozent.“

„Vor allem im Bergbau gäbe es einen Mangel an weiblichen Fachkräften“, sagt sie.

Das liege unter anderem auch daran, dass Frauen in bergbaubezogenen Ausbildungen immer noch die Minderheit darstellten. Um die Lücke an weiblichen Fachkräften zu schliessen, hat Glencore in Mount Isa, Australien, 2016 das Mentoring-Programm „Girls in Mining“ ins Leben gerufen. Das Projekt unterstützt Schülerinnen aus der Region Mount Isa bei ihrer Berufswahl. Während sechs Monaten werden junge Sekundarschülerinnen von Glencore-Mitarbeiterinnen, die selbst im Bergbau tätig sind, durch die verschiedensten Funktionen geführt. „Es ist wichtig, Frauen darin zu bestärken, dass sie in jedem Sektor spannende Berufsperspektiven haben“, ist Gerda Schwindt überzeugt. Seit der Einführung 2016 haben 25 junge Frauen am Mentoring-Programm „Girls in Mining“ teilgenommen.

Berufliche Integration ethnischer Minderheiten
„Unser Ziel ist es, Arbeitskräfte einzustellen, welche die demografische Struktur der Gemeinden widerspiegeln, in denen wir tätig sind“, so Gerda Schwindt. Glencore versuche daher, hauptsächlich Leute aus der Region zu beschäftigen. „Dazu gehört auch die berufliche Integration ethnischer Minderheiten“. In Kanada hat Glencore ein Ausbildungsprojekt für Inuit, eine in Nunavik lebende indigene Völkergruppe, initiiert. Zwei Jahre lang werden die teilnehmenden Inuit zu Bergbaumitarbeitenden ausgebildet. Nach Abschluss der Ausbildung erhalten sie eine Festanstellung in Raglan Mine, einer Nickelmine von Glencore im Norden Kanadas. „Unsere Raglan Mine in Québec gehört zu den grössten lokalen Arbeitgebern und Ausbildern der Inuit.“

Raglan Mine habe seit vielen Jahren mehrere Programme zur Förderung des Unternehmertums und der Kultur unterstützt und eng mit der Gemeinde zusammengearbeitet, erklärt Schwindt weiter. Die Ausbildung von Inuit ist nicht das einzige Projekt, das Glencore lanciert hat, um die berufliche Integration von ethnischen Minderheiten zu fördern. 2016 wurde Glencore an den Queensland Resources Council Indigenous Awards mit dem renommierten “Best Company Indigenous Employment and Training Award” ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt das „North Queensland Indigenous Employment Program“ von Glencore in Australien.

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Kultur und Konkurrenz

Glencore

Glencore ist seit über 40 Jahren in der Schweiz tätig. Das Unternehmen wurde 1974 in Zug gegründet und beschäftigt hierzulande über 800 Mitarbeitende. Weltweit sind über 146‘000 Mitarbeitende für das Unternehmen tätig. Glencore gehört zu den grössten diversifizierten Rohstoffunternehmen der Welt und produziert und vermarktet über 90 Rohstoffe. Zu seinen Betrieben gehören um die 150 Standorte im Bereich Bergbau und Metallurgie, Ölproduktionsanlagen und Agrarstandorte. Seine Produkte sind im modernen Alltag unerlässlich und werden von Industrieverbrauchern beispielsweise aus den Bereichen Elektro- und Automobilindustrie, Stahl, Stromerzeugung, Öl und Nahrungsmittelverarbeitung benötigt.

Über Gerda Schwindt

Nationalität
Schweizerin

Beruf
Human Resource Managerin

Gerda Schwindt leitet bei Glencore den Bereich Human Resources. In dieser Funktion ist sie nicht nur für die Mitarbeitenden am Hauptsitz in Baar verantwortlich, sondern für alle Mitarbeitenden weltweit. Sie reist regelmässig an die unterschiedlichen Standorte des Unternehmens, um sich mit den Teams vor Ort über die Mitarbeiterentwicklung auszutauschen. In der Schweiz kümmert sich Gerda Schwindt um das lokale Engagement des Konzerns. Seit seiner Gründung unterstützt Glencore zahlreiche lokale und regionale Vereine und Institutionen in den Bereichen Sport, Bildung und Kultur, sowie diverse Wohltätigkeitsorganisationen.

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