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Sonja Müller Lang wird an der diesjährigen „womanost“ zum Thema „Netzwerk – Arbeiten mit Freundinnen“ sprechen.

Frauen vernetzt euch!

Sonja Müller Lang ist Unternehmerin und leidenschaftliche Netzwerkerin. Die Touristikerin wird an der diesjährigen Veranstaltung „womanost“ Ende März in Wil SG einen Vortrag halten und einen Workshop leiten.

Sie sind eine typische Netzwerkerin. Warum ist das Vernetzen von Frauen so wichtig?

Ich bin sogar eine leidenschaftliche Netzwerkerin. Wenn ich ein Projekt angehe, schaue ich immer zuerst, wer wen kennt. Frauen vernetzt Euch! Das rate ich allen. Als Frau alleine kann man nicht so viel bewegen wie in einer Gruppe. Je mehr Frauen sich zusammenschliessen, desto besser. Nur so findet man Verbündete fürs Leben. Ich selbst bin ein grosser Fan von Netzwerken wie zum Beispiel des Schweizer Netzwerkes der Einfrau-Unternehmerinnen (NEFU) und ich bin Mitglied bei Business and Professional Women Switzerland (BPW). Ein grosser Verband weltweit berufstätiger Frauen in verantwortungsvollen Positionen. Wenn ich beispielsweise eine Treuhänderin suche oder eine Frau, die mit mir zusammen ein neues Projekt organisiert, dann finde ich sie über BPW. Wir machen gemeinsam Business.

Was sagen Sie zu Frauen, die gar keinen Sinn dahinter sehen wollen, sich zusammenzuschliessen?

Es gibt immer wieder Frauen, die fragen, warum sie irgendwo Mitglied werden sollten. Ich motiviere sie dann dazu, mitzumachen. Ich nehme gerne Frauen zu Events mit, denn ich denke, dass es manchmal einen Anstoss braucht. Wer kämpft denn für Frauen, wenn wir es nicht selbst tun? Wir müssen die Zügel in die Hand nehmen. Sei es in der Wirtschaft, in der Politik oder im Beruf. Wir sind noch lange nicht gleichberechtigt. Noch immer besteht eine Lohnungleichheit. Auch in der Schweiz. Das ist gesetzeswidrig und dagegen müssen wir kämpfen. Und zwar im grösseren Stil, damit wir etwas erreichen können.

Für Sie ist Geschäften mit Freundinnen die richtige Taktik. Warum denken Sie, dass eine Freundschaft bei der Arbeit entscheidend ist?

Ich habe in meinem Leben eines wirklich gemerkt: Wenn es geschäftlich richtig schön und gut läuft, dann ist es mit Menschen, die ich persönlich gut kenne. Deshalb bin ich der Meinung, dass mit Freundinnen zu arbeiten besonders erfolgsversprechend ist. Ich habe beispielsweise in Usbekistan eine Partnerin, mit der ich über Jahre hinweg eine Zusammenarbeit und Freundschaft aufgebaut habe. Dadurch erst wurde es möglich, ein richtig gutes Reiseprogramm auszuarbeiten.

Sie haben die Firma Women Travel gegründet. Aus welcher Motivation heraus?

Es begann im Jahr 1990. Mir ist zu dieser Zeit aufgefallen, dass bei Stadtrundfahrten, ob hierzulande oder im Ausland, immer nur die Errungenschaften von Männern präsentiert wurden. Damit musste Schluss sein. „Es gibt doch sicher auch Frauen, die etwas Grossartiges geleistet haben. Wir Frauen machen doch die Hälfte der Bevölkerung aus“, dachte ich mir damals. Da beschloss ich bei einem Tee mit einer Berufskollegin in Penang (Malaysia), Reisen für Frauen zu organisieren. Frauen sollten sichtbarer werden.

Was macht denn das Reisen nur mit Frauen so speziell?

Bei unseren Reisen gehen wir auf Themen ein, die sich Frauen besonders wünschen. Wir besuchen Frauenprojekte vor Ort wie die Näherinnen von Sidab, gehen Henna-Malen im Oman, machen Yoga in Indien oder lassen uns in die Geheimnisse des Hamam in der Türkei einführen. Alles ist möglich. Wichtig ist, dass die Teilnehmerinnen einmalig interessante Erfahrungen mit Frauen vor Ort machen können. Das ginge mit Männern in der Gruppe nicht, speziell in der arabischen Welt. Ein ganz exklusiver Blick für Frauen hinter die Kulissen sozusagen.

Sie werden in diesem Jahr an der „womanost“ einen Vortrag halten und auch einen Workshop machen.

Die ehemalige Frauenvernetzungswerkstatt kenne ich bereits sehr gut. Nun bin ich auch das erste Mal an der „womanost“.

Solche Veranstaltungen strahlen eine unglaubliche Power aus und sind für mich immer ein Highlight im Jahr.

Ich freue mich sehr darauf, mitwirken zu dürfen. Ich finde sowieso, dass es in der Ostschweiz unglaublich viel Frauenpower gibt. Ich bin deshalb begeistert, dass „womanost“ mithilfe der Wigoltinger Gemeindepräsidentin Sonja Wiesmann ins Leben gerufen wurde und somit die ehemalige Vernetzungswerkstatt weitergeführt wird. Dieser Event ist für alle Frauen. Man trifft so viele interessante Menschen, mit denen man etwas zusammen unternehmen oder sogar Geschäfte machen kann.

„Quer denken – quer machen“….das Motto der diesjährigen „womanost“.

Das Motto gefällt mir sehr gut. Denn Frauen sind Macherinnen, egal ob Mütter, Angestellte oder Geschäftsfrauen. Das ganze Leben müssen sie immer alles organisieren. Und das können sie ausgesprochen gut. Ich empfehle allen Frauen dazu etwas für sich zu tun, sich inspirieren zu lassen, und neue Ideen zu entwickeln.

Rubrik

geplant

Ausgabe

Wirtschaft und Finanzen

Womanost

Veranstaltung
30.03.2019

Webseite
womanost.ch

Info
Mit einem Grusswort von Bundesrätin Karin Keller-Sutter startet die „womanost“ Ende März in der Kanti Wil. Frauen sollen sich von Vorträgen und Workshops zu unterschiedlichsten Themen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik inspirieren lassen und gegenseitig austauschen. „quer denken – quer machen“ ist das Motto der diesjährigen „womanost“.

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