NATIONALRAT BEREINIGT MODERNISIERTES AKTIENRECHT | DIE WIRTSCHAFTSFRAU
ZAHLEN UND FAKTEN – DIE UMSETZUNG DES GLEICHSTELLUNGSGESETZES
Juli 14, 2020

Nationalrat bereinigt Modernisiertes Aktienrecht

Der Nationalrat hat das modernisierte Aktienrecht und damit Geschlechterrichtwerte für Geschäftsleitungen und Verwaltungsräte von börsenkotierten Unternehmen verabschiedet.

Die groben Züge der Vorlage waren schon früher bereinigt, namentlich die viel und kontrovers diskutierten Geschlechterrichtwerte in den Chefetagen. Gegen den Willen der SVP und fast aller Mitglieder der FDP-Fraktion, hat der Nationalrat die Vorlage bereits vor zwei Jahren mit einem knappem Mehr gutgeheissen.

Nun heisst der Ständerat es auch gut, ein Jahr und fünf Tage nach dem landesweiten Frauenstreik. Anita Fetz (SP/BS) sprach von einem „Quötchen mit Samtpfötchen“, weniger sie fast nicht möglich. Die Gegenseite argumentierte mit der Organisationsfreiheit der Unternehmen.

Durch das Gesetz sind nun 200 börsenkotierte Unternehmen betroffen. Der Bundesrat beantragte, dass in Verwaltungsräte beide Geschlechter zu mindestens 30 Prozent vertreten sind. Ebenso in Geschäftsleitungen müssen beide zu mindestens 20 Prozent vertreten sein.

Falls der Richtwert nicht erreicht wird, müssen die Unternehmen im Vergütungsbericht die Gründe und die Massnahmen zur Verbesserung darlegen. Sanktionen sind nicht vorgesehen.

Der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen ist laut dem Schilling-Report seit 2019 um 1 Prozent gestiegen. Die Prozentzahl des Frauenanteil in den 118 grössten Schweizer Unternehmen beträgt jetzt 10 Prozent. In den Verwaltungsräten stieg der Anteil um 2 Prozent, auf 23 Prozent. Knapp jeder dritte freie Verwaltungsratssitz wurde neu mit einer Frau besetzt.

Quelle: www.nau.ch/politik/bundeshaus.ch

Kategorie

News

Publiziert am

17.07.2020

Hashtag

#diewirtschaftsfrau #zahlenundfakten

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