Schweizer Universitäten führen zu Spitzenpositionen in hiesigen Unternehmen | DIE WIRTSCHAFTSFRAU
Ein Co-Working Space mit Kinderbetreuung mitten in Zürich Albisrieden
Dezember 16, 2019
Businesstag für Frauen zeichnet Gründerin aus
Januar 20, 2020

Swiss Alumni Index: Educational Background of Switzerland’s Corporate Directors

Ausbildung, Weiterbildung, lebenslanges Lernen: Schweizer Universitäten führen zu Spitzenpositionen in hiesigen Unternehmen

Schweizer Hochschulen bieten einen breiten Kandidatenpool für die Spitzenpositionen im eigenen Land, zeigt die jüngste Studie zum Bildungshintergrund von Führungskräften: Unter den zehn häufigsten Ausbildungsstätten der obersten Kader von Schweizer Unternehmen befinden sich sieben Institutionen aus Basel, Bern und Fribourg sowie Lausanne, St.Gallen und (zwei Mal) Zürich. Komplettiert werden die Top 10 durch die globalen Eliteuniversitäten Harvard, INSEAD und Stanford. Insgesamt ersetzen praxisnahe Ausbildungen wie der MBA zunehmend eher theoretisch fokussierte Abschlüsse wie das Doktorat. Viele Direktorinnen und Direktoren kehren zudem im Verlauf ihrer gesamten Karriere wiederholt für Weiterbildungen an eine Bildungsinstitution zurück.

Im Rahmen einer Studie untersuchte die Executive School of Management, Technology and Law der Universität St.Gallen (ES-HSG) die Bildungsbiographien von rund 1‘500 Geschäftsleitungs- und Verwaltungsratsmitgliedern der 100 grössten Schweizer Konzerne. Dies ist hierzulande die bisher umfangreichste Erhebung zum Bildungshintergrund der obersten Konzernhierarchien. Die Schweiz verfügt über die weltweit höchste Dichte an multinationalen Unternehmen. Aus diesem Grund ist der Wettbewerb um Spitzenpositionen in Unternehmen besonders stark – und besonders global: 43 Prozent der Top-Kader besitzen keinen Schweizer Pass. Dennoch sind die hiesigen CEOs und Verwaltungsratspräsidenten-/innen sowie ihre jeweiligen Kollegen-/innen in Geschäftsleitungen und Verwaltungsräten besonders häufig Alumni von Schweizer Bildungsinstitutionen. Dies ist sowohl ein Indiz für Ausbildungsqualität als auch für die internationale Sichtbarkeit und Reputation von Schweizer Bildungsinstitutionen bei internationalen Talenten.

 

„Mehr MBAs, mehr Frauen, mehr Weiterbildungen“

„Ein genauer Blick in die jüngere Direktorengeneration ist besonders lohnend“, sagt Dr. Georg Guttmann, Autor der Studie und Leiter für Geschäftsleitungs- und Verwaltungsratsprogramme an der ES-HSG. „Hier zeichnen sich einige Indizien für neue Trends und bevorstehende Umbrüche ab“, sagt Guttmann. Dies beispielsweise bei der Beliebtheit von Abschlüssen: Während unter den erfahrensten Direktoren/-innen der Doktortitel noch fünfmal häufiger vertreten ist als ein MBA, bevorzugen die jüngsten Führungskräfte den MBA gegenüber dem Doktorat. Zudem sind in der neuen Generation deutlich mehr Frauen vertreten als dies noch in der ältesten der Fall ist: Ein Drittel der jüngsten Geschäftsleitungs- und Verwaltungsratsmitglieder ist weiblich, während dies nur sechs Prozent bei den ältesten sind. Im Gesamtdurchschnitt beträgt die Quote 15 Prozent. Obwohl der Trend also durchaus in Richtung Parität geht, sind die Fortschritte langsam. Weiterhin zu beobachten ist, dass lebenslanges Lernen immer mehr zur Normalität wird. Mitglieder in etwa drei Viertel der betrachteten Geschäftsleitungen und Verwaltungsräte absolvieren karrierebegleitende Weiterbildungen. In Zeiten zunehmender Komplexität und einer immer kürzeren Halbwertszeit von spezialisiertem Fachwissen ist dies nicht verwunderlich. „Wer dauerhaft international wettbewerbsfähig sein möchte, kommt heute um lebenslanges Lernen nicht herum“, sagt Guttmann.

 

„Gut für den Arbeits-, Innovations- und Niederlassungsstandort Schweiz“

„Insgesamt sind die Studienergebnisse besonders erfreulich, wenn man ihre Implikationen für die gesamte Schweiz betrachtet“, so Guttmann. Erfolgreiche Schweizer Bildungsinstitutionen stärken die Verankerung der hier beheimateten Unternehmen und fördern so den Arbeits-, Innovations- und Niederlassungsstandort sowie Steuereinnahmen und Wohlstand. Gleichzeitig ist der internationale Wettbewerb unter Universitäten intensiv und wird immer härter, sodass kontinuierliche Investitionen unabdingbar für den Erhalt und Ausbau der Qualität der hiesigen Bildungsinstitutionen sind.

Kategorie

News

Publiziert am

06.01.2020

Hashtag

#diewirtschaftsfrau #UniversitätSt.Gallen #Medienmitteilung

Es können keine Kommentare abgegeben werden.

FRAUENJOBS.CH
ABONNIEREN